top of page

Die Platinotypie

Screenshot 2025-12-19 at 16.27.38.png

Der 1874 erfundene Platin-Palladium-Druck ist eine der ersten fotografischen Techniken, die ein permanentes Bild erzeugten. Aufgrund seiner beiden nicht oxidationsfähigen Edelmetallkomponenten gelten Platin- und Palladiumabzüge heute als die archivtauglichste Drucktechnik. Platinotypien aus dem 19. Jahrhundert in Museumssammlungen sind noch heute unversehrt in Kontrast und Detailauf-lösung. Zu dieser Zeit waren Platinotypien so beliebt, dass mit Platin vorbeschichtetes Papier sogar industriell produziert wurde. 

IMG_6535.jpg
IMG_4917.jpg

Im Gegensatz zu herkömmlichen Drucktechniken wie Tintenstrahldruck oder Silbergelatine liegt das bildgebende Material nicht geschichtet auf dem Papier, sondern in der Zellulosestruktur des Papiers, wodurch eine matte Oberfläche und einzigartig weiche Tonwertübergänge entstehen. Zudem kann das Papier nicht maschinell erstellt erworben werden sondern muss zunächst von Hand mit einem selbst-
gemachten Sensibilisierer beschichtet werden. Anschließend wird das nun Licht-sensible Papier mit einem Negativ in der Größe des endgültigen Abzugs zusammengepresst, bevor es einer UV-Lichtquelle ausgesetzt wird, um das endgültige Bild zu erzeugen. Die Herstellung eines Drucks dauert von Anfang bis Ende ca. einen ganzenTag.

Ein aufwändiges, handwerkliches Verfahren, das aber maximale Lebensdauer der Abzüge garantiert. 

  • Instagram

© Maximilian Brunn 2023, All rights reserved.  

bottom of page